Warum entstehen Besenreiser und Äderchen auf der Haut im Alter?

Rötlich-violette Besenreiser auf dem Bein einer reiferen Frau, feine Äderchen unter heller Haut in Makroaufnahme sichtbar.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Siehe vollständigen Disclaimer am Ende des Artikels.

Besenreiser entstehen, wenn kleine Blutgefäße direkt unter der Hautoberfläche sich erweitern und sichtbar werden. Sie sind harmlos, aber kosmetisch störend und treten mit zunehmendem Alter häufiger auf, weil das Bindegewebe und die Gefäßwände mit den Jahren an Elastizität verlieren. In diesem Artikel beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Besenreiser, ihre Ursachen, ihr Erscheinungsbild und was Sie dagegen tun können.

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung von Besenreisern?

Besenreiser entstehen durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung, hormonellen Einflüssen, Lebensstil und äußeren Belastungen. Wer Eltern oder Großeltern mit Besenreisern hat, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst davon betroffen zu sein. Neben der Genetik spielen jedoch mehrere weitere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Besenreisern.

  • Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung ist der stärkste Einzelfaktor bei der Entstehung von Besenreisern.
  • Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel und die Wechseljahre erhöhen den Druck in den Venen und fördern die Gefäßerweiterung.
  • Langes Stehen oder Sitzen: Berufe, in denen man viele Stunden auf den Beinen oder am Schreibtisch verbringt, belasten die Venen dauerhaft.
  • Übergewicht: Zusätzliches Körpergewicht erhöht den Druck auf das Venensystem, besonders in den Beinen.
  • UV-Strahlung: Intensive Sonneneinstrahlung schwächt das Bindegewebe und begünstigt die Entstehung feiner Äderchen im Gesicht.
  • Alkohol und Nikotin: Beide Substanzen beeinflussen die Gefäßwände negativ und können die Bildung von Besenreisern beschleunigen.

Interessant ist, dass Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Das liegt vor allem an den hormonellen Schwankungen, die das weibliche Leben begleiten, von der Pubertät über Schwangerschaften bis hin zu den Wechseljahren.

Warum werden Besenreiser mit zunehmendem Alter häufiger?

Mit dem Alter verlieren Gefäßwände und das umgebende Bindegewebe an Stabilität und Elastizität. Die kleinen Venen können dem Blutdruck weniger gut standhalten und weiten sich aus. Gleichzeitig nimmt die Kollagenproduktion der Haut ab, wodurch die stützende Struktur um die Gefäße schwächer wird und Besenreiser leichter sichtbar werden.

Ab dem 35. Lebensjahr sinkt die körpereigene Kollagenproduktion spürbar. Die Haut wird dünner, und die feinen Äderchen, die früher durch ausreichend Gewebevolumen verborgen blieben, treten nun deutlicher hervor. Hinzu kommt, dass sich im Laufe des Lebens die Venenwände durch wiederholte Belastungen, Hormonschwankungen und UV-Schäden verändern. All diese Prozesse zusammen erklären, warum Besenreiser mit zunehmendem Alter häufiger werden und intensiver sichtbar sind.

Wo am Körper treten Besenreiser und feine Äderchen am häufigsten auf?

Besenreiser treten am häufigsten an den Beinen auf, besonders an den Oberschenkeln, Kniekehlen und Unterschenkeln. Im Gesicht sind feine Äderchen vor allem an den Wangen, der Nase und dem Kinn zu finden. Seltener zeigen sie sich am Dekolleté oder an den Unterarmen.

An den Beinen entsteht der Großteil der Besenreiser durch den hydrostatischen Druck, also den Druck, den die Blutsäule auf die Gefäße ausübt, wenn man aufrecht steht. Die Kniekehle ist besonders häufig betroffen, weil sich dort viele kleine Venenäste kreuzen.

Im Gesicht hingegen entstehen feine Äderchen, auch Teleangiektasien genannt, vor allem durch UV-Schäden, Temperaturschwankungen und Rosacea. Die Nase und die Wangen sind besonders exponiert und reagieren empfindlich auf äußere Reize wie Kälte, Hitze und Alkohol.

Was ist der Unterschied zwischen Besenreisern, Krampfadern und Teleangiektasien?

Besenreiser, Krampfadern und Teleangiektasien sind verwandte, aber unterschiedliche Gefäßveränderungen. Besenreiser sind erweiterte, oberflächliche Venen mit einem Durchmesser von einem bis drei Millimetern. Krampfadern sind größere, tiefer liegende Venen, die sich sichtbar vorwölben. Teleangiektasien sind die feinsten aller drei Formen und bezeichnen erweiterte Kapillaren oder kleinste Arteriolen direkt unter der Hautoberfläche.

  • Besenreiser: Kleine, netzartig verzweigte Venen, flach unter der Haut, meist bläulich oder rötlich, ohne tastbare Vorwölbung.
  • Krampfadern (Varizen): Größere, erweiterte Venen, die sich oft sichtbar und tastbar unter der Haut vorwölben. Sie können medizinisch relevant sein und Beschwerden wie Schwere, Schmerzen oder Ödeme verursachen.
  • Teleangiektasien: Haarfeine, rötliche Äderchen, die besonders im Gesicht auftreten. Sie sind die kleinste Kategorie und entstehen häufig durch UV-Schäden, Rosacea oder genetische Veranlagung.

Der wichtigste praktische Unterschied: Krampfadern sollten ärztlich abgeklärt werden, da sie in einigen Fällen auf eine tiefere Veneninsuffizienz hinweisen können. Besenreiser und Teleangiektasien sind in der Regel rein kosmetischer Natur und medizinisch nicht bedenklich.

Können Besenreiser verhindert oder verlangsamt werden?

Besenreiser lassen sich nicht vollständig verhindern, da die genetische Veranlagung eine große Rolle spielt. Wer jedoch aktiv auf bestimmte Risikofaktoren achtet, kann die Entstehung neuer Besenreiser verlangsamen und das Fortschreiten bestehender bremsen.

Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Bewegung und Sport: Regelmäßige körperliche Aktivität, besonders Ausdauersport wie Schwimmen oder Radfahren, fördert die Venenpumpe und verbessert den Rückfluss des Blutes zum Herzen.
  • Sonnenschutz: Konsequenter UV-Schutz im Gesicht schützt die Gefäßwände vor vorzeitiger Schädigung.
  • Kompressionsstrümpfe: Bei langen Steh- oder Sitzphasen können Kompressionsstrümpfe den Venendruck in den Beinen reduzieren.
  • Gewichtsmanagement: Ein gesundes Körpergewicht entlastet das Venensystem dauerhaft.
  • Alkohol und Nikotin reduzieren: Beide Substanzen schaden den Gefäßwänden und sollten möglichst gemieden werden.
  • Wechselduschen: Kalte und warme Wechselduschen trainieren die Gefäße und können die Durchblutung verbessern.

Diese Maßnahmen wirken vorbeugend, können aber bereits bestehende Besenreiser nicht rückgängig machen. Dafür braucht es gezielte Behandlungsverfahren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Besenreiser?

Bestehende Besenreiser können mit verschiedenen medizinischen Verfahren effektiv behandelt werden. Die häufigsten Methoden sind die Sklerotherapie (Verödung), Laserbehandlungen und die Hochfrequenztherapie. Welche Methode am besten geeignet ist, hängt von der Größe, Lage und Anzahl der betroffenen Gefäße ab.

Sklerotherapie (Verödung)

Bei der Sklerotherapie wird ein Verödungsmittel direkt in das betroffene Gefäß injiziert. Dieses Mittel reizt die Gefäßinnenwand, sodass das Gefäß vernarbt und sich zurückbildet. Die Sklerotherapie gilt als Goldstandard bei der Behandlung von Besenreisern an den Beinen und zeigt bei regelmäßiger Anwendung sehr gute Ergebnisse.

Laserbehandlung

Laserbehandlungen eignen sich besonders für feine Teleangiektasien im Gesicht. Der Laser zielt auf das Hämoglobin im Blut ab, erhitzt das Gefäß gezielt und lässt es verblassen. Für tiefere oder größere Besenreiser ist der Laser allein oft weniger effektiv als die Verödung.

Unabhängig von der gewählten Methode sind in der Regel mehrere Sitzungen notwendig, um ein deutliches Ergebnis zu erzielen. Neue Besenreiser können auch nach erfolgreicher Behandlung entstehen, besonders wenn die zugrundeliegenden Risikofaktoren weiter bestehen.

Wie Munich Medical Esthetic bei Besenreisern und feinen Äderchen helfen kann

Wenn Sie sich wegen Besenreisern oder feinen Äderchen Gedanken machen, sind Sie bei uns in guten Händen. Wir bei Munich Medical Esthetic beraten Sie individuell und finden gemeinsam mit Ihnen die passende Behandlungsstrategie für Ihre Haut und Ihre Wünsche.

Was wir Ihnen bieten:

  • Persönliche Beratung durch Dr. med. Siegfried Schmidt mit über 20.000 durchgeführten Behandlungen
  • Minimalinvasive Verfahren, die schonend und effektiv wirken
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  • Termine ausschließlich nach Vereinbarung für maximale Diskretion und persönliche Betreuung

Neben der Behandlung von Besenreisern bieten wir ein breites Spektrum an ästhetischen Behandlungen an, die Ihre natürliche Schönheit unterstreichen. Dazu gehören Behandlungen mit Hyaluronsäure-Fillern zur Volumenwiederherstellung sowie Muskelrelaxans-Behandlungen zur Faltenreduktion. Informieren Sie sich auch über unsere Fett-weg-Spritze bei hartnäckigen Fettdepots. Wenn Sie mehr über uns und unsere Philosophie erfahren möchten, besuchen Sie gerne unsere Über-uns-Seite.

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Rechtlicher Hinweis:

Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle rechtliche, medizinische oder steuerliche Beratung. Die Ausführung ästhetischer Behandlungen unterliegt in Deutschland strengen berufsrechtlichen Vorschriften, die je nach Qualifikation (Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker) und Bundesland variieren können.

Wir empfehlen, sich vor der Aufnahme ästhetischer Behandlungen bei der zuständigen Ärztekammer, Heilpraktikerkammer oder einem spezialisierten Fachanwalt über die aktuell geltenden Regelungen zu informieren. Munich Medical Esthetic übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Inhalte getroffen werden.


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